Traditionell zum ersten Bergfestsonntag fand das Konzert der Kammermusikklasse der Berufsfachschule für Musik Sulzbach-Rosenberg statt.

Dem Publikum in der vollbesetzten Wallfahrtskirche wurde ein wahres Fest der Kammermusik geboten.

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Die Werkauswahl, die die beiden Dozenten Anke Trautmann und Ralf Waldner mit den Studierenden erarbeitet hatten, reichte vom Frühbarock mit drei kleinen Sinfonien für zwei Geigen und Cembalo des venezianischen Komponisten Marco Ucellini aus dem frühen 17. Jahrhundert, bis hin zur Frühklassik und W. A. Mozart, dessen elegant virtuoses Flötenquartett D-Dur den Abschluss bildete.

Diese beiden musikalischen „Eckpfeiler“ bildeten die zeitliche Klammer. Und welche Vielfalt es in der Kammermusik innerhalb dieses Zeitrahmens zu entdecken gibt, lässt erstaunen. Nicht nur, was die Besetzungen angeht - keines der 10 Konzertstücke war in der gleichen Besetzung -, sondern auch musikalisch-stilistisch waren der akustischen Vielfalt kaum Grenzen gesetzt. Das war erbauend, inspirierend und musikalisch vom Allerfeinsten.

Neben Werken bekannter Komponisten wie Telemann, Hasse, Bach, Mozart und Haydn, gab es auch viele spannende Neuentdeckungen zu machen. Dass Anna-Amalia von Sachsen – Weimar hinreißend komponiert hat, wussten sicher die wenigsten. Nicht nur, dass komponierende Frauen im 18. Jahrhundert eine Seltenheit waren, auch die Besetzung ihres Divertimento B-Dur hört man nicht oft. Hier konzertierten Klarinette, Viola und Cembalo. Alle 18 jungen Musikerinnen und Musiker spielten ohne Ausnahme musikalisch wie auch instrumentaltechnisch auf höchstem Niveau. Die festlich geschmückte St. Annakirche mit ihrer herrlichen Akustik bot einen wunderbaren Rahmen für dieses auf allen Ebenen gelungene Konzert.

Annabergfest 2018

Die Berufsfachschule für Musik bewies wieder einmal, wie wichtig ihr Auftrag nicht nur als hervorragendes Ausbildungsinstitut ist, sondern auch als Garant eines hochwertigen Kulturangebotes für die Stadt.

Anke Trautmann

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