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Weihnachtskonzerte 2017

Heuer erfreute sich das schon zur Tradition gewordene Weihnachtskonzert der Berufsfachschule für Musik besonders großen Zuspruchs.

Gleich dreimal war der Konzertsaal bis auf den letzten Platz besetzt. Die Studierenden präsentierten ein sehr vielseitiges und abwechslungsreiches Programm und gaben einen interessanten Einblick in die Bandbreite ihrer Ausbildung.

Der Schulleiter bei seiner Begrüßung

Erwartungsvolle Stimmung lag über dem Konzertsaal, als bei düsterer Beleuchtung der große Schulchor im Zuschauerraum Aufstellung nahm. Die Herren im schwarzen Anzug samt Fliege, die Frauen in eleganten schwarzen Kleidern. Drei adventlich gregorianische Weisen, von Chorleiter Dieter Müller in einem geschickten Arrangement zu einem Quodlibet für Chor und Bläser zusammengefasst, eröffneten mit mittelalterlich mystischen Klängen ein Konzert, das noch so mancherlei Überraschungen parat hatte.

Auch der Vortrag des Blechbläserensembles mit dem „Canzon septimi toni No. 2“ aus der „Sacrae Synphoniae“ von G. Gabrieli, ein Meisterwerk der venezianischen Mehrchörigkeit, fand eine mustergültige Interpretation in der Aufstellung zweier getrennt gestellter Bläserchöre.

Der große Schulchor unter Leitung von Dieter Müller

Ganz im Kontrast dazu präsentierte der große Schulchor zart schwebende Chorsätze im Klanggewand des 20. Jahrhunderts. Die ungewohnten Harmoniewechsel in „Newborn Jesus“ von Michael Aschauer und „Es ist ein Ros entsprungen“ in der Version von Hugo Distler gefielen durch einen runden und geschmeidigen Chorklang. Die 8-stimmige Mottete „O Magnum Mysterium“ von Frank la Rocca stellte eine besondere Herausforderung dar, welche zur sichtlichen Erleichterung der Schülerinnen und Schüler bravourös gemeistert wurde. Wie bei allen Chorstücken hatte auch hier Chorleiter Dieter Müller hervorragende Arbeit hinsichtlich Einstudierung und Interpretation geleistet.

Danach entführte das Klarinettenensemble seine Zuhörer mit weichen warmen Klängen einer Hirtenmusik in die volkstümliche Dreiklangsharmonik Tirols.

Tim Winkler, Schüler im zweiten Schuljahr, dirigierte fachmännisch Chor und Bläserensemble bei dem Chorsatz „Let Heaven and Nature sing“

Tanja Gebhardt begeisterte das Publikum mit einem Gitarrenkonzert von Vivaldi. Nach einem getragenen, schön ausmusizierten Largo erforderte vor allem der rasante Allegro-Satz ein hohes Maß an Fingerfertigkeit von der Solistin.

Auch das Querflötenquintett zog durch filigranes Spiel das Publikum mit einem festlichen Allegro in a-Moll von J. Bodin Boismortier in seinen Bann.

Die Musicalklasse unter der Leitung von Manfred Knaak, wie immer, locker und beschwingt führte das Publikum mit den Ensemblestücken „Die Welt am Anfang“ und „Seasons of Love“ in die Pause.

Die Musicalklasse mit „Seasons of Love”

Im zweiten Teil ließ das Violinensemble mit zwei Sätzen aus Corellis Weihnachtskonzert aufhorchen. Nun folgte der kammermusikalische Teil des Abends. Dass Kammermusik an der Schule großgeschrieben wird, zeigten Aufführungen bekannter und ausschließlich regional bekannter Komponisten. Unterstützt wurden diese stilsicher durch Ralf Waldner am Cembalo. Eine besondere und in gewisser Weise liebenswerte Rarität hinsichtlich der Besetzung bot die „Sonate o Capriccio“ des Würzburger Hoforganisten Heinrich Pfendner für Blockflöte, Posaune und Geige.

Traditionsgemäß war dann noch einmal der große Chor an der Reihe. Diesmal durften sich einige Schüler des Abschlussjahrgangs als Dirigenten profilieren. Dabei hatten sie nicht nur den Chor, sondern auch eine Instrumentalgruppe vor sich. Sympathisch und gekonnt meisterten sie ihre Aufgabe und präsentierten schwungvolle, eingängige Stücke, wie „Glourious Kingdom“ oder „Corramos, corramos“ aus Venezuela, aber auch festliche Stücke, wie „Let Heaven and Nature sing“ oder „French Carol Suite“.

Zum Schluss sorgte das gemeinsam gesungene Lied „Adeste fideles“ für familiäre Atmosphäre im Saal. Der Direktor der Schule Benedikt Boßle dirigierte voll Freude den Gemeinschaftschor aus Akteuren und Zuschauern. Ein perfekter Abschluss eines abwechslungsreichen und erhebenden Abends. Das Publikum bedankte sich mit langem Applaus.

Tim Winkler

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