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Kunstgenuss in bunten Facetten

Das erlebt die Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz (BFSM) nicht alle Tage: Die Studenten der Kammermusik-Klasse musizierten nicht nur, sondern nahmen auch gleich noch Lichttechnik und Plakatgestaltung in die eigene Hand.

 

Nachlese Kammermusikabned

Einzig die Moderation des entdeckungsreichen Streifzugs durch die „Königsklasse“ überließen sie Fachpädagogin Anke Trautmann. Kammermusik sei gewissermaßen der Mannschaftssport der Musik, der obendrein mit flachen Hierarchien und basisdemokratischer Ausrichtung punktet, so Trautmann. Dass diese Attraktivität nicht nur in der Theorie besteht, bewies der Andrang schon im Vorfeld: Von den insgesamt 50 Klassik-Studenten der BFSM wollte die Hälfte unbedingt mit auf die Bühne.

Nachlese Kammermusikabend

Abwechslung war daher bei den Ensemble-Besetzungen wie auch der Werkauswahl Trumpf. Man verortet den Begriff Kammermusik zwar gerne auf dem Spielfeld der großen Klassiker, aber gerade Komponisten der Gegenwart finden hier ebenfalls den perfekten Rahmen für die Umsetzung ihrer anregenden Ideen. Coralie Gottschalk, Lilly Feile (Schlagzeug), Lena Viviani und Jana Zoike (Querflöten) demonstrierten das mit dem spannenden „Fluid Dance“ der hauseigenen Percussion-Koryphäe Eckhard Kopetzki. Bildhafteres Material setzte das Flöten-Quartett Julia Bauer, Theresa Keller, Lena Viviani und Jana Zoike mit Eugène Bozzas zeitgenössischem Sommertag in den Bergen um. Einen Herzenswunsch erfüllte sich Bariton Leonard Schaller mit der Aufführung zweier Lieder aus „Tumble Me Down“ des in Österreich lebenden Kanadiers Ron Hannah. Dabei mit an seiner Seite Altistin Apollonia Schmidt und Pianistin Franziska Bötzl. Einen minimalistischen Holzstäbe-Knaller mit geistigem Schwerstarbeitsfaktor lieferten Coralie Gottschalk, Lilly Feile, Judith Hubbauer, Philipp Gerlicher und Hannes Tischer mit Steve Reichs „Music For Pieces OfWood“.

Aber auch Beethovens Trio-Serenade mit Julia Bauer, Johanna Baumann (Violine) und Philipp Hartlieb (Viola) bewegte sich angesichts der außergewöhnlichen Besetzung ebenso abseits der gängigen Assoziationen wie die zwei Max-Bruch-Kostbarkeiten, die Klarinettist Johannes Pflaum, Philipp Hartlieb und die Pianistinnen Elisabeth Friedrich und Franziska Bötzl interpretierten.

Selten mit Kammermusik verbunden wird der Komponist Carl Maria von Weber, dessen „Schäfers Klage“ in der Gestaltung von Julia Bauer, Anna Rösch (Violoncello) und Alina Gundelach (Klavier) umso mehr beeindruckte. Gleiches gilt für das, was Johanna Witschel (Violine), Philipp Hartlieb, Anna Rösch und Simon Brock (Klavier) aus dem frühen Klavier-Quartett-Fragment des Sinfonikers Gustav Mahler an intensiver Emotion holten.

Die Ehre der nach wie vor unterschätzten Komponistinnen rückten Theresa Keller, Johanna Witschel und Rebecca Gürster (Klavier) mit Mel Bonis „Suite en Trio“ ins gebührende Licht. Die Parade-Disziplin „Kunstlied“ repräsentierten Sopranistin Stefanie Fischer, Johannes Pflaum und Pianist Florian Popp und setzten mit zwei deutschen Liedern aus der Feder von Louis Spohr ein Ausrufezeichen hinter Trautmanns Einordnung als „schönste und intimste Form“ des Genres. Ohne Bach blieb der Abend natürlich auch nicht: Julia Bauer und Florian Popp gaben die bei Ausführenden beliebte, in ihrer Schönheit aber tückische e-moll-Sonate, die schon im 18. Jahrhundert ein wenig Moderne vorwegnahm.

Textquelle: Anke Schäfer

 

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