Berufsfachschule für Musik verabschiedete 38 Absolventen

Abschlussfeier der BFSM 2020

In coronabedingten kleinerem Rahmen als üblich erhielten die diesjährigen Absolventen der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg ihre Abschlusszeugnisse. „Abgezählt und ausgewählt“ lud Schulleiter Benedikt Boßle die insgesamt 38 jungen Damen und Herren zur „etwas anderen Abschlussfeier“ in zwei Etappen, die trotz aller Einschränkungen eines nicht zu kurz kommen ließen: die Musik!

Schülerinnen und Schüler gestalteten auch dieses Jahr die Abschlussfeier und zeigten ihr Können – wenngleich in kleineren Besetzungen, so aber auch wieder eindrucksvoll.

In seiner Ansprache ließ Schulleiter Boßle das vergangene Schuljahr Revue passieren, das so gut begonnen hatte. Mitten in den Vorbereitungen des Konzertplans für das zweite Schulhalbjahr versetzte die Schulschließung Mitte März Schüler wie Lehrer in einen „Schockzustand mit vielen offenen Fragen“. Doch man machte das Beste aus der Situation, der noch in Kinderschuhen steckende digitale Unterricht nahm rasch Fahrt auf, Lehrer und Schüler wurden zu echten „Digital-Pionieren“ und waren doch erleichtert, als nach den Pfingstferien Präsenzunterricht wieder möglich war.

Boßle freute sich über das gerade unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Krise erreichte hohe Niveau der Absolventen: Gleich zweimal konnte er das Prädikat „mit Auszeichnung“ für einen Notendurchschnitt bis 1,25 vergeben.

Jeder Absolventen durfte neben dem Zeugnis und einem „I like BFSM“-Lebkuchenherz auch den Wunsch des Schulleiters mit auf den weiteren Lebensweg nehmen: „Bringt Euch in das gesellschaftliche Leben ein. Stellt Euch gegen die allgemeine Unverbindlichkeit, Beliebigkeit und Unzuverlässigkeit.“

Abschied nehmen hieß es auch für drei langjährige Lehrkräfte: Dieter Müller (Chor, Ensembleleitung), Heinz-Ulrich Schmidt (Sozialkunde) und Wenzel Gummer (Klavier) sagten Adieu.

Text: Martina Hirmer, Pressestelle des Bezirks Oberpfalz


 Abschlussfeier der Absolventen des Aufbaujahres der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg

Abschluss 2020

Jonas Meier hatte die ehrenvolle Aufgabe als einer der sechs Absolventen des künstlerischen Aufbaujahres den coronabedingt sehr abgespeckten Festakt mit einem Tango von Roland Dyens für Gitarre zu eröffnen. Die rhythmischen Motive und Melodien erzeugten eine mitreißende aber auch gedankenvolle Stimmung, die dazu einlud innezuhalten und  die vergangenen Monate vor dem geistigen Auge Revue passieren zu lassen. „Ein kleines Virus hat uns kalt erwischt und uns gezwungenermaßen in  digitale Unterrichtswelten eintauchen lassen, auch wenn wir erst ganz am Anfang der geplanten Digitalisierungskampagne im Bildungssektor stehen“, so die Worte des Schulleiters Benedikt Bossle. Trotz aller Widrigkeiten haben alle sechs Absolventen gute Aussichten auf eine positive Weiterführung ihrer musikalischen Ausbildung. Zwei Absolventen warten noch auf Zusagen der Musikhochschulen für einen weiterführenden Studienplatz, den drei Absolventen bereits fest haben. Jonas Meier wird Lehramt Musik in Nürnberg, Simon Buschmann Gesang in Saarbrücken und Jakob Helbich Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Cello in Regensburg studieren.

Nach der Ansprache des Schulleiters Bossle, in der er dem Kollegium, die Schüler, die Sekretärin Frau Lutter und in besonderer Weise auch dem Träger der Schule, dem Bezirk Oberpfalz dankte, konnte sich jeder Absolvent ein kleines Präsent in Form eines Lebkuchenherzens mit der Aufschrift „I like BFSM“, einen Notenblock sowie den druckfrischen Jahresbericht und natürlich sein ersehntes Abschlusszeugnis vom vorbereiteten „Gabentisch“ nehmen. 

Bevor es zum Abschluss noch ein Einzelfoto von jedem Absolventen zur Erinnerung und die Möglichkeit für das eine oder andere persönliche Gespräch gab, musizierten Vincent Reichenberger, Absolvent mit Hauptfach Saxofon und Andreas Weimer am Klavier noch zwei Sätze aus Georg Friedrich Händels erster Sonate und setzten trotz vieler Einschränkungen durch die geltenden Hygienevorschriften dennoch einen festlichen musikalischen Schlusspunkt.

Abschluss 2020Text: Andreas Weimer


Abschlussrede Vertreter der Schülerschaft

Abschluss 2020

Ich stand in den letzten 3 Jahren schon oft auf dieser Bühne: singend, sprechend und in Ausnahmefällen auch tanzend. Heute soll es vorerst das letzte Mal gewesen sein. Ich möchte im Folgenden stellvertretend für alle Schüler ein paar Worte an Sie richten.

Liebe Lehrerschaft, liebe Schulleitung, liebe Mitarbeiter der Schule, liebe Vertreter des Bezirks, man kann nicht sagen, dass der heutige Tag der bedeutendste Tag der letzten 2-3 Jahre ist, denn die bedeutendsten Tage, die wir hier als Schüler hatten, liegen nun leider hinter uns. Doch der heutige Tag symbolisiert genau, das, nämlich was wir hier gelernt, geleistet, durchlebt, erlebt und gewonnen haben. Man ist zwar nur 2-3 Jahre hier, doch fühlt es sich an wie eine halbe Ewigkeit. In dieser Ewigkeit, denkt man selten daran, dass die Zeit hier irgendwann um ist. Zeitweise muss man sich nicht mal so große Gedanken um die Zukunft machen. Das macht diese Schule zu einem wirklich besonderen Ort, man fühlt sich hier sicher. Woran liegt das? Wenn man mit Außenstehenden spricht und diese dann fragen „Wie ist das eigentlich so in Sulzbach?“, dann ist die Antwort darauf oft „Wir Schüler sind einfach auf einer Wellenlänge“

Wir Schüler haben dieses Haus hier auch schätzen gelernt, weil wir teilweise zu einer Art Familie zusammengewachsen sind. Wir sind alle vom ähnlichen Schlag und dennoch so unterschiedlich wie es nur geht. In der gemeinsamen Zeit hier haben wir, neben dem Schulischen, natürlich auch viele persönliche und freundschaftliche Momente genossen, manch späten Abend erlebt, gelacht, geweint, ein paar Bier getrunken (oft), in den Pausen gemeinsam Kaffee trinken, füreinander da sein usw.

Die Schule war unser Lebensmittelpunkt. Vieles lässt sich noch sagen, teilweise auch Dinge die weniger angenehm waren und die wir niemals vergessen dürfen. Dazu gehört vor allem der Verlust unseres Mitschülers David, der unter glücklicheren Umständen, heute auch hier gestanden hätte. Sicher, es gibt noch viele weitere Momente, die traurig waren, doch haben wir es durch unsere Gemeinschaft (Schüler und Lehrer) und die Musik, die uns alle unzertrennlich macht, geschafft, diese Dinge zu verarbeiten und über sie hinwegzukommen. Dies ist der Moment, wo wir Schüler uns bei Ihnen, liebe Lehrer, bedanken wollen. Danke für:

  • Den tollen, hochwertigen, motivierenden und mitreißenden Unterricht.
  • Für den elterlichen Beistand durch Sie, wenn wir uns am Boden befanden
  • Die Organisation in schweren Zeiten (hierbei gilt besonderer Dank der Schulleitung und vor allem Frau Lutter)
  • Frau Lutter für die Bewältigung an Massen von Arbeit und die Fähigkeit destotrotz immer da zu sein, wenn man etwas braucht
  • An Hausmeister Manni für das Aufschließen der Schule, so dass wir wochenends üben können
  • An Heike für das „in Schuss halten“ der Flügel und so manchem netten Gespräch

Man könnte, so denke ich, noch viel hinzufügen, aber ich denke es ist an alles gedacht. Wir sagen der Schule und allen die dazu gehören herzlichst: DANKE!

Text: Felix Lodel

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